• Haut es mit Edding an die Wände von Lukas Heinser
    Der angemessen großartige Blick zurück auf eines der wichtigsten Alben der deutschen Musikgeschichte, das gerade sein zehnjähriges Jubiläum feiert: “Ich erinnere mich an meine erste Reise nach Hamburg und daran, wie ich am Hauptbahnhof ‘Du und wieviel von Deinen Freunden’ einlegte und es auf der S-Bahn-Fahrt nach St. Pauli beinahe schaffte, dass ‘Landungsbrücken raus’ an genau der richtigen Stelle lief. Dass ich damals nach Hamburg ziehen wollte, wegen ‘Absolute Giganten’ und dieser Band.
  • Light Entertainment von Andrew O’Hagan (engl.)
    Das London Review of Books mit einem ausführlichen Artikel zum Kindesmissbrauchskandal der BBC: “And so you open Pandora’s box to find the seedy ingredients of British populism. It’s not just names, or performers and acts, it’s an ethos. Why is British light entertainment so often based on the sexualisation of people too young to cope? And why is it that we have a press so keen to feed off it? Is it to cover the fact, via some kind of willed outrage, that the culture itself is largely paedophile in its commercial and entertainment excitements?”
  • Karriere und Gehalt eines problematischen Schlagwortes von Jan-Werner Müller
    Die NZZ über den Begriff der Postdemokratie: “Idealerweise ist «Postdemokratie» ein Warnbegriff, der den Sinn der Bürger für Gefahren schärft, die nicht den bekannten antidemokratischen Mustern des zwanzigsten Jahrhunderts entsprechen. Er könnte aber auch den Willen zum politischen Engagement schwächen – denn er legt den defaitistischen Gedanken nahe, das politische System in seiner jetzigen Form sei ja ohnehin keine Demokratie mehr.”
  • Die Sache mit der Toleranz von Jasmin Kalarickal
    “Toleranz ist ein Wort, das oft Hand in Hand mit anderen geht: Demokratie, Vielfalt, Freiheit. Mit diesen Begleitworten, wird die positive Bedeutung betont, denn ursprünglich bedeutete das Wort, das dem lateinischen Verb tolerare entlehnt ist: dulden und ertragen. Toleranz, also, macht eigentlich keinen Spaß. [...] Goethe schrieb: ‘Toleranz sollte eigentlich nur eine vorübergehende Gesinnung sein: Sie muss zur Anerkennung führen. Dulden heißt beleidigen.’”
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